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Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Reise | 19.10.2016

Prag - Die tschechische Hauptstadt wird gern als "die goldene Stadt" bezeichnet. Aber auch der Beiname "Stadt der hundert Türme" ist geläufig. Die besagten Türme ragen nicht nur vom Rathaus, den Burgen und Brücken empor. Insbesondere die historische Innenstadt Prags ist von den Türmen der über 60 Kirchen und Klöster geprägt. Die wunderbare Architektur der Stadt ist Grund genug, auch für einen kurzen Besuch in Prag vorbeizuschauen. Die folgenden Kirchen sollte man sich dabei auch von Nahem anschauen.

Die Kathedrale auf dem Hradschin

Der Veitsdom ist die größte Kirche Tschechiens. Sein Bau wurde bereits im 14. Jahrhundert begonnen, jedoch erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts vollendet. So weist die Architektur der Kathedrale sowohl die Stilformen der Gotik, der Renaissance als auch der Neogotik auf. Auch wenn der Weiterbau des Gotteshauses immer wieder stagnierte, wurde die Kirche gleichwohl genutzt. So war der Veitsdom unter anderem die Krönungskirche der böhmischen Herrscher. Neben der Barockorgel, die heute nur noch dekorative Zwecke erfüllt, gibt es die Domorgel mit über 4.000 Pfeifen. Das Geläut besteht aus insgesamt 7 Glocken. Die größte von ihnen ist die Sigismund-Glocke aus dem Jahr 1549. Wegen ihres Gewichts von 13.500 kg wird sie bis heute von 4 Personen manuell geläutet.

Die Basilika St. Georg

Im östlichen Bereich der Prager Burg befindet sich eine der ältesten Kirchen Prags: die Basilika St. Georg. Sie wurde im 10. Jahrhundert errichtet. Das im Stil der Romanik erbaute Gotteshaus nahm zu dieser Zeit eine besondere Stellung ein und bildete zunächst das religiöse Zentrum des Landes. Einige Jahrzehnte später entstand zudem eine Benediktinerabtei, die schon bald zu den reichsten Institutionen Böhmens zählte. Das Nonnenkloster wurde jedoch in den Hussitenkriegen im 15. Jahrhundert stark beschädigt. Um- und Ausbauten in den Stilen der Renaissance und des Barocks erfolgten. Im Jahr 1782 wurde der Konvent schließlich durch kaiserliches Dekret aufgehoben.

Die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt

Das im 12. Jahrhundert gegründete Kloster auf dem Berg Strahov wurde zunächst mit Kanonikern des Klosters Steinfeld besiedelt. Die aus der Eifel stammenden Chorherren errichteten sowohl die Klosterkirche als auch Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Die gesamte Anlage wurde durch Brände und zahlreiche Kriege immer wieder zerstört und neu aufgebaut. So erhielt die ursprünglich im Stil der Romanik erbaute Klosterkirche neben An- und Umbauten der Frühgotik auch Umgestaltungen in den Baustilen der Renaissance und des Barocks. Die reichen Innenraumfresken entstanden im 18. Jahrhundert.

Die Kirche St. Nikolaus

Auf der Prager Kleinseite steht eine der bedeutendsten Kirchenhäuser, die der Barock hervorbrachte: die St.-Nikolaus-Kirche. Ursprünglich handelte es sich um eine Pfarrkirche, die im gotischen Stil errichtet worden war. Sie wurde im 13. Jahrhundert von den Jesuiten übernommen. Zum Ende des 17. Jahrhunderts beschlossen diese einen Neubau des Gotteshauses. So entstanden im 18. Jahrhundert durch drei Bauherren ein neues Kirchenschiff, ein Chor und eine Kuppel sowie ein Glockenturm. Üppige Fresken und Statuen prägen das Bild der Innenausstattung.

Die Kirche der Jungfrau Maria vor dem Teyn

Das auch als Teynkirche bekannte Gotteshaus befindet sich in der Altstadt Prags in unmittelbarer Nähe des Rathauses. Die Bezeichnung "vor dem Teyn" (oder Týn) bezieht sich auf den davor befindlichen Gebäudekomplex, der seinerzeit ein Handelshof war, in welchem die Kaufleute übernachteten. Die Kirche selbst entstand im 12. Jahrhundert als Pfarrkirche in Form einer frühgotischen Kapelle. Im 14. Jahrhundert begannen die ersten Um- und Ausbauarbeiten. Ihre Türme, die wiederum mit Spitztürmchen versehen sind, erhielt die Kirche im 15. und 16. Jahrhundert. Sie sind jeweils von einer Galerie umgeben, sodass auch der Außenbereich von Besuchern genutzt werden kann.

Für alle, die danach immer noch nicht genug haben: Tschechien Online widmete den Prager Kirchen bereits im Jahr 2011 eine kleine Artikelserie, eine Liste mit allen Kirchen in der tschechischen Hauptstadt, "Kirchengebäude in Prag", findet man wiederum auf Wikipedia.

Themen: Kirchen und Sakralbauten

Seitenblick

www.caves.czwww.caves.cz | Tourismus, Sehenswürdigkeiten
In Tschechien wurden bisher mehr als 4.000 Höhlen entdeckt, 14 davon sind für Besucher zugänglich. Sie werden von der Höhlenverwaltung der Tschechischen Republik gehegt und gepflegt. Der Sitz der dem tschechischen Umweltministerium unterstehenden Organisation befindet sich in Průhonice südlich von Prag.
www.mlp.czwww.mlp.cz | Kultur
Die Stadtbibliothek in Prag ist eine öffentliche Universalbibliothek die auch über einen umfangreichen Fundus an deutschsprachiger Literatur verfügt.

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