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Tschechien OnlineTschechien Online | Rubrik: Kultur | 3.4.2011
Tage des Europäischen Films in Prag mit breiter Themenpalette

Prag - „Zu viel ist zu viel“. Das denkt der tschechische Kulturminister zumindest über den Anteil amerikanischer Blockbuster im heutigen Kinoprogramm. Hier bieten die 18. Tage des europäischen Filmes eine willkommene Abwechslung.

Das Filmfest, das vom 14. bis zum 21. April neben Prag auch in Brünn stattfindet, ist inzwischen zu einer festen Größe im tschechischen Kulturkalender geworden und hilft europäischen Produktionen, auch über die Grenzen ihres Produktionslandes bekannt zu werden.

Prags Bürgermeister Bohuslav Svoboda sieht in den Filmtagen eine tolle Möglichkeit neue Einsichten zu erlangen, da die Kultur in jedem Lande genauso variiere wie die Ansichten die sich in den Filmen widerspiegeln. Es wird eine weite Bandbreite an gesellschaftskritischen Themen behandelt werden.

Deutschsprachige Beiträge sind unter anderem „Die Fremde“ mit Sybel Kekilli, in dem das Thema Ehrenmord thematisiert wird. Tom Tykwers „Drei“ setzt sich mit der stattfindenden Desillusionierung einer Langzeitbeziehung auseinander und entwickelt sich zu einer brisanten Liaison à trois und die Schweizer Komödie „Giulias Verschwinden“ beweist, dass das Leben mit 50 noch lange nicht vorbei ist.

Im Rahmen des europäischen Jahrs der ehrenamtlichen Arbeit beschäftigten sich auch die Tage des europäischen Filmes mit diesem Thema. Ehrenamtliche Arbeit gewinnt innerhalb der EU immer mehr an Bedeutung. Inzwischen arbeiten über 100 Millionen Europäer in ehrenamtlichen Positionen. Ihnen soll Respekt gezollt und anderen Menschen ein Engagement nahe gelegt werden. Beiträge wie „First Mission“, in dem eine junge Ärztin ohne Grenzen auf ihrem Weg in Südamerika begleitet wird, oder „Tsunami after the wave of interest“, der über die Lage in in Südasien Jahre nach dem verheerenden Naturereignis berichtet, thematisieren diese Tätigkeiten.

Ein besonderes Schmakerl des diesjährigen Festivals wird die Aufführung des tschechischen Kinoklassikers „Erotikon“ (Foto) sein. Der Stummfilm aus dem Jahre 1929 wird mit Live-Musik der Band Forma live begleitet, welche speziell für diesen Anlass einen Soundtrack komponierte der elektronische Musik mit Jazz-Einflüssen mischt.

Die Filme werde in den Landessprachen ihrer Entstehungsländer ausgestrahlt und mit englischen und tschechischen Untertiteln versehen. (alh)

Themen: Filmfestivals
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